Artgerechte Ernährung des Hundes

Warum ist die Qualität des Futter ausschlaggebend für die Gesundheit unserer Hunde? Weil die Stärke des Immunsystems, seine Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und dadurch auch die Lebensqualität von der Qualität des Futters abhängig ist. Unsere Hunde werden immer kränker und sterben immer früher. Heute ist bei speziellen Rassen eine Lebenserwartung von 6-8 Jahr normal.

In den USA sehen sich die Gesundheitsbehörden jedes Jahr mit 80 Mio. Fällen von Nahrungsmittelvergiftung konfrontiert, von denen 9000 tödlich verlaufen! Ein guter Teil dieser Vergiftungen rührt von den Hamburgern her, die gefährliche Salmonellenerkrankungen verursachen können. Die Herkunft dieser tödlichen Epidemien wird wie folgt erklärt. Hühnerkot, der als Protein-Lieferant in der Ernährung der Rinder, deren Fleisch für die Herstellung der Hamburger dienen soll, verwendet wird.

1997 hatten die USA die Verwendung von Knochen und Eingeweiden aus Schlachthäusern zur Ernährung von Wiederkäuern verboten, sowie auch die Verwendung von Kadavern von Hunden und Katzen, die in den Veterinärpraxen euthanasiert worden waren. Ebenfalls wurde die Verwendung von Schweine- und Rindermist, menschlichen Exkrementen, Zementpulver, Papier, Abfälle aus Gasthäusern, Abfällen von Fritierfett usw. verboten. Solches war nach chemischer Behandlung an Rinder verfüttert worden, um sie mit wenig Geld fett werden zu lassen. Vielleicht können Sie sich vorstellen, wo diese ‚Abfälle' jetzt landen.

Abgesehen von den fraglichen Inhaltstoffen, die zweifellos in manchem Hundefutter enthalten sind, gibt sicher auch Hersteller, die qualitativ hochwertiges Grundmaterial verwenden. Es ist nur schwer, bzw. unmöglich die einen von den anderen zu unterscheiden. Es gibt niemand zu, dass er Ramsch und Abfälle im Hundefutter verarbeitet.

Obwohl kommerziell hergestelltes Futter extrem bequem ist, fehlen vitale Enzyme. Fertigfutter wird nach einer fixen Formel berechnet ohne die gesunde Abwechslung von frischen Nahrungsmitteln. Alle Inhaltstoffe sind erhitzt, dadurch sind viele weniger wertvoll und manche direkt gefährlich für die Gesundheit. Die Deklaration von Fertigfuttern sind ebenfalls sehr wenig aussagekräftig. 22% Protein, 10% Fett, 25% Kohlehydrate und 40% Feuchtigkeit. Eine Schuhsohle und Motorenöl ergeben einen ähnlich Prozentsatz von Protein und Fett. Wichtiger ist eigentlich die Verdaulichkeit bzw. die biologische Verfügbarkeit, was der Hund wirklich verwerten kann. Stellen Sie sich vor, wir gehen in ein Restaurant und verlangen 22% Protein, 5% Fett, 30% Kohlehydrate etc. Ernähren wir unsere Familie auch mit einem ‚ausgewogenen' Fertigprodukt oder ist es für uns wichtig, dass wir für frische, abwechslungsreiche Nahrungsmittel sorgen?

10 Jahre (1932-1942) prüfte Dr. Francis Pottenger in einem Experiment mit 900 Katzen die Notwendigkeit von roher Nahrung für Tiere. Er fand einen beträchtlichen Unterschied hinsichtlich Gesundheit von den Katzen, die mit ausschliesslich gekochter Nahrung ernährt wurden und jenen, die rohe Nahrungsmittel bekamen. Die Katzen mit roher Nahrung gediehen prächtig und konnte gesunde Nachkommen zeugen. Die Katzen mit ausschliesslich gekochter Nahrung zeigten immer stärkere Krankheitssymptome bis sie schliesslich in der 3. Generation keine Nachkommen mehr produzieren konnten. Diese Katzen litten unter Verhaltensproblemen, Allergien, Hauterkrankungen, Parasiten, Skelettverformungen, Organschädigungen (Herz, Schilddrüse, Nieren, Leber, Hoden, Eierstöcke und Blase) und Entzündungen des Nervensystems. Wurden diese 2. und 3. Generation Katzen auf rohe Nahrung umgestellt, benötigte es vier Generationen, um sich von den Krankheitseffekten zu erholen.

Nun, die Biologen müssen das Tier, das sich von Natur aus mit gekochter Nahrung versorgt, erst noch entdecken.

Kochen oder sonstige Erhitzungsprozesse binden Nahrungsmoleküle fester zusammen und diese werden dadurch schwerer verdaulich. Hitze zerstört ebenfalls Enzyme und Antioxidiantien, die für eine gute Gesundheit sehr wichtig sind. Enzyme sind Fermente, die den Stoffwechsel steuern und die Zellversorgung ermöglichen und sie können toxische Stoffe entfernen und abbauen. Antioxidiantien sind chemische Verbindungen, die den Alterungsprozess verhindern bzw. verlangsamen. Eine längere Verdauung braucht mehr Energie. Wenn die Bauchspeicheldrüse Enzyme produzieren muss, weil in der Nahrung keine vorhanden sind, muss diese mehr arbeiten, als sie eigentlich kann und wird vergrössert. Ist die Bauchspeicheldrüse überfordert, werde weisse Blutkörperchen (Leukocyten) zur Hilfe in das Verdauungssystem produziert. Dadurch bleiben weniger zur Verfügung um Bakterien zu bekämpfen. Das Immunsystem wird geschwächt. Studien haben gezeigt, dass wenn Fleisch bei hoher Temperatur gekocht wird, krebserregende Stoffe entwickelt werden. Hitze zerstört ebenfalls viele lebenswichtige Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Wenn Fette und Oele erhitzt werden, werden sie zu gefährlichen Giften, die das Immunsystem schwächen. Diese Fette sind ebenfalls nicht mehr zum Transport von fettlöslichen Vitaminen geeignet.

Kommerziell hergestelltes Fertigfutter wurde nicht entworfen, um die Bedürfnisse unserer Haustiere in optimaler Art und Weise zu decken, sondern schlicht und einfach, um die Reste der Menschlichen Nahrungsmittelindustrie gewinnbringend zu verwerten. Es ist wohl kein Zufall, dass nahezu alle grossen Haustierfutterfabrikanten Tochterfirmen von Nahrungsmittelindustriefirmen sind. Es geht hier um Profit.

Hauptbestandteil von Fertigfutter ist Getreide, manchmal bis zu 90%. Hunde und Katzen brauchen gar kein Getreide, es kommt in der Natur nicht (oder zumindest nur in minimalster Menge) vor, das Getreide aufgenommen wird. Gemäss Studien sind Getreide krebserregend für den Hund. In Amerika, die seit 60 Jahren Fertigfutter kennen, ist Krebs die Todesursache Nr. 1 bei Hunden.

Die Mythen der Futtermittelindustrie:        

1) Das Verdauungssystems des modernen Hundes ist unterschiedlich von dem seiner Vorfahren und darum muss der Hund heute anders gefüttert werden.

- Es braucht ca. 10000 Jahre um eine solche Veränderung herbeizuführen.

2) Hunde sollten keine Knochen und andere rohe Nahrungsmittel fressen.

- Gekochte Knochen sind gefährlich, nicht rohe.

3) Hundefutter muss generell gekocht werden.

- Gekochte Nahrung ist tote Nahrung.

4) Man benötigt einen Universitätstitel, um seinen Hund füttern zu können.

- Gesunder Menschenverstand reicht durchaus.

5) Fertignahrung ist das beste Nahrungsmittel für Ihren Hund.

- , weil es den Herstellern dient (oder war es verdienen?).

6) Jede Mahlzeit muss komplett und ausgewogen sein.

- Die Nahrung muss über einen bestimmten Zeitraum komplett und ausgewogen sein.

 

 

 

Bei der Ernährung unsere Hunde, dürfen wir nicht von unserer Ernährung ausgehen, sondern müssen verstehen, dass der Hund (Canis lupus familaris) und die Katze Fleischfresser bzw. Beutefresser sind und keine angepassten Vegetarier wie wir Menschen.

Vorteile von Fertignahrung sind: Es ist praktisch und bequem.

Nachteile sind: Es ist ungesund und reduziert die Lebensspanne um durchschnittlich 5 Jahre.

 

Rohfütterung

 

Rohfütterung darf nicht mit BARF verwechselt werden, obwohl es sich um die Selben Grundlagen handelt, ist doch der Innhalt ein ganz anderer.

Beim BARFen wird auf Getreide verzichtet, was als Rohfaserliferant für den Hund jedoch unerlässlich ist. So ist der Fleischanteil wesentlich höher, was beim Hund zu einem Energieüberschuss führt und er so zu Hyperaktivität neigt.

 

Menge: Je nach Alter und Verhalten des Hundes bekommt er am Tag 2-5% seines Körpergewichtes an Futter.

Diese Menge wird dann durch drei geteilt:

1/3 Getreide,

1/3 Gemüse,

1/3 Getreide

 

Beispiel:

Wir haben einen Hund mit 3 Jahren, welcher ein Gewicht von 25 kg hat. Er geht drei mal am Tag spazieren und spielt viel mit anderen Hunden, wird ansonsten aber nicht sportlich gefördert, so dass er keinen extrem hohen Energieverbrauch hat.

Nun nehmen wir 3% seines Körpergewichtes = 750g und dritteln dies, so dass der Hund am Tag 250g Getreide, 250g Gemüse und 250 Fleisch bekommt.

 

Ein Hund welcher sich noch im Wachstum befindet oder sportlich viel gefördert wird, oder ein kurzhaariger Hund, welcher viel Energie verbraucht sollte 4%-5% vom Körpergewicht bekommen.

 

Es gibt Hunde, welche das Fleisch, wenn es nicht ganz fein ist, fressen und den Rest liegen lassen. Um dies zu vermeiden, kann man dem Hund erst Getreide und Gemüse füttern und das Fleisch erst später.

Wenn man einen Hund hat, der immer zwei Mahlzeiten bekommt ( was auf jeden Fall zu empfehlen ist, auch bei erwachsenen Hunden) so kann man ihm bei der einen Mahlzeit das Getreide und Gemüse und bei der zweiten dann das Fleisch füttern.

 

Getreide:

Man kann dem Hund jede Getreideart füttern.

Weizen, Dinkel, Gerste usw. sollte man schroten und dann einweichen.

Haferflocken sollte auch eingeweicht werden.

Kartoffeln natürlich nur gekocht ( Achtung da Kartoffeln nicht so viel Proteine haben muss hier die doppelte Menge gefüttert werden. Wenn der Hund also normal 250g Getreide bekommen würde muss er von Kartoffeln 500 bekommen).

Reis und Nudeln ebenfalls nur gekocht.

 

Gemüse:

Gemüse muss immer zu einem Brei gemixt werden und kann alles, bis auf Nachtschattengewächse, wie z.B. Tomaten, Bohnen und Erbsen roh gefüttert werden.

Auch Karotten sollten mit einem Stück Butter oder einem Schuss Öl gegart werden, da der Hund sie sonst nicht richtig verdauen kann.  Beliebtes Gemüse bei Hunden ist Rotkraut, da es einen Süßlichen Geschmack hat.

 

 

 

Fleisch:

Am besten eigenen sich Abschnitte vom Metzger, da man hier einen bunten Misch an verschiedensten Fleischsorten hat.

Achtung: Nur Fleisch vom Rind ( Kuh usw.) kein Schwein. Auch Geflügel ist aufgrund der kleinen Knochen nur bedingt geeignet.

Fisch und Schaaf sind bei vielen Hunden sehr beliebt.

Das Fleisch sollte auf keinen Fall fettarm sein, da der Hund auf Tierische Fette angewiesen ist um richtig verdauen zu können.

Um die Zähne des Hundes zu reinigen bieten sich wunderbar Markknochen an ( Achtung nicht zu viel, da sie zu Verstopfung führen können).

Man sollte den Hund nie unbeaufsichtigt mit einem Knochen lassen, da er sich am Gebiss verhaken kann, was jedoch sehr selten auftritt.

Knochen immer nur Roh füttern, da sie im gekochten Zustand splittern.

 

Zusätze:

Als Zusätze, um das Futter interessanter zu gestalten bieten sich kaltgepresste Öle an und solche mit Omega drei Fettsäuren.

Quark, ein Ei und Hüttenkäse sind ebenfalls sehr beliebte Zusätze.

Achtung: keine Milch und keinen Joghurt füttern.

Es gibt Hunde, welche verschieden Gewürze mögen. Nicht geeignet sind, scharfe Gewürze, wie Paprika und Curry ebenso wie Salz und Pfeffer, da sie die Geschmacksnerven des Hundes abtöten. 

 

Es spricht auch nichts dagegen, dem Hund etwas von unserem Essen zu geben, wenn es keine dieser oben genannten Gewürze enthält.