3 verschieden Geschirre
K9 Geschirr ohne Y-Gurt
Trixi Geschirr
K9 Geschirr mit Y-Gurt
Dieses Geschirr ist viel zu klein:es schneidet unter den Achselhöhlen ein und sitzt an der Brust zu hoch

Brustgeschirr statt Halsband


1. Kehlkopf, Halsmuskulatur und die Halswirbelsäule werden geschont:
Durch das Tragen eines gut sitzenden Brustgeschirres wird der Druckpunkt auf den Brustkorb
verlegt. Die komplette Halspartie des Hundes erfährt so keine Einwirkung.

Beim Tragen eines Halsbandes kommt es dagegen zu folgenden körperlichen Belastungen:
a) Zerrungen, Quetschungen, Stauchungen der HWS
durch Rucke an der Leine oder Reinspringens in die Leine
b) Quetschungen im Haut-und Muskelbereich
c) Muskelrisse in der Halsmuskulatur: bei längerem Tragen von
z.B. Stachelwürgern ist auf dem Röntgenbild ein heller Kreis um
die HWS zu sehen, der von alten Vernarbungen herrührt.


Klinische Studien haben bewiesen, daß Verspannungen in der Halswirbelsäule zur gleicher Symptomatik wie beim Menschen führen: Kopfschmerz, Schwindelgefühl, Schmerzen in der Wirbelsäule usw. Der Hund muß diese Schmerzen ertragen, weil er sich nicht mitteilen kann.
Er kann uns nicht sagen "..heute habe ich Kopfweh und mir ist schwindelig".
Bei jedem Hund, insbesondere bei Hunden mit Gelenkserkrankungen (HD, Spondylose etc.)oder durch Züchtung sehr langer Wirbelsäule (Dackel, Basset etc.) ist es von großem Vorteil,wenn die Wirbelsäule unbelastet von Druck und Ruck bleibt.


2. Erhöhte Verkehrssicherheit:
Durch den auf dem Rücken liegenden Steg des Geschirres kann der Hund schneller und sicherer gehalten werden, wenn dies nötig ist. Ebenfalls ist dieses Halten am Rückensteg angenehmer für den Hund, als wenn er am Halsband festgehalten wird. Verletzungen an der Hand des Hundeführers durch einen sich im Halsband windenden Hund werden vermieden. Muß der Hund aus einer Gefahrenzone herausgezogen werden (Schacht, Flußufer etc.), ist dies am Geschirr problemlos möglich, ohne den Hund zu würgen.

3. Der Hals als soziales Organ
Taktile Kommunikation über den Hals: Berührungen an der Oberseite - Dominanzgebärden, unterdrückende Gesten Berührungen an der Unterseite - Subdominanz, unterwürfige Gesten, soziales Grüßen Berührung an den Seitenpartien - nur für gute Freunde zum Pflegeverhalten (Knabbern etc.)
Das Berühren des Halses ist (auch bei uns Menschen) etwas sehr Intimes. Nicht umsonst gibt es den Ausspruch "Bleib mir vom Hals". Diese fein abgestufte Empfindsamkeit für die Signale, die über den Hals empfangen werden, stumpft in gewisser Weise ab, wenn durch das Tragen des Halsbandes praktisch ständig irgendwo am Hals Impulse kommen. Außerdem ist es möglich, daß bei sehr schmerzhafter Einwirkung z.B. eine Verknüpfung zustande kommt: Seitliche Kontakte sind nicht freundschaftlich, sondern schmerzhaft! Folge: Auch bei seitlichen Kontakten kann der Hund mit Ausweichen, Abwehrdrohen oder Abschnappen reagieren.

4. Die Leinenführigkeit ist verbessert

a) Bei der Führung über ein Halsband kann sich der Hund voll in die Leine legen, um zu ziehen, weil der Mensch ihn durch das Halsband im Gleichgewicht hält, sodaß er nicht nach vorne kippen kann. Wenn der Hund den Druck selber aufbaut, dann spannt er seine seitliche Nackenmuskulatur so an, daß er den Druck puffern kann und er dadurch keine Schmerzen hat. Lediglich die Beeinträchtigung im Bereich der Luftröhre bleibt bestehen.

b) Durch das Ermöglichen des Sich-nach-vorne-legens verspannt sich die Nacken-, Rücken- und Oberschenkelmuskulatur beim Hund sehr stark, so daß es auch zu dauerhaften Verspannungen und Schmerzen kommen kann.

c) Eine körperliche Anspannung führt aber schnell auch zu einer psychischen Anspannung, weil der Hund sofort merkt, daß er nicht mehr locker und gelassen ist. So kann es zu schnelleren und heftigeren Reaktionen auf Reizsituationen kommen.

d) Beim Brustgeschirr ist die Statik des Hundes anders. Der Haltepunkt befindet sich zwischen Vorder-und Hinterbeinen, sodaß dem Hund zum richtigen Einstemmen nur die Hinterbeine zur Verfügung stehen. Durch den fehlenden Gegenhalt des Halsbandes kann der Hund sich nicht mehr in so extreme Schräglagen begeben, weil er sonst den Halt verlieren und auf die Nase fallen würde.

e) Durch diese veränderte Statik kommt es zu einem aufrechteren Gang, die Beine werden gleichmäßiger belastet und die Verspannung von Muskulatur wird so verhindert. So ist nicht nur die Muskulatur entspannt, sondern auch der ganze Hund wesentlich lockerer.

f) Gestresste Hunde neigen zum Zerren an der Leine. Nachdem die Hunde entspannter an der Leine gehen, kommt es erst gar nicht zu einem Aufbau von weiterem Streß, sondern sogar zu einem Abbau, wenn die Leine richtig gehandhabt und der Hund über die richtigen Hilfen geführt wird.



5. Fehlverknüpfungen und daraus resultierendes Fehlverhalten werden vermieden

a) Der Hund lernt im wesentlichen über die Verknüpfung von Reizen mit den entsprechenden Erfahrungen, ob positiver oder negativer Art, die im Hundegehirn abgespeichert werden.

b) Wenn der (besonders) noch junge und temperamentvolle Hund stürmisch zu anderen Hunden oder Personen hinwill, wirft er sich zwangsläufig in die Leine. Dadurch wird ein Schmerz im Halsbereich ausgelöst, den der Hund dann mit allen Reizen verbindet, die er hört, sieht, riecht oder schmeckt. So kommt es zu einer immerwährenden Folge von Begegnungen, bei denen der Hund abspeichert: Immer wenn ich freundlich auf andere Hunde / Menschen zugehe, tut´s mir weh.

c) Hunde verfügen über ein gutes Konfliktmanagement für solche Situationen:

 

1.Man versucht, das was einen ängstigt oder Schmerzen bereitet, über Beschwichtigungssignale zu besänftigen.

2. Man versucht, Distanz zu dieser Person oder dem Hund aufzubauen.

3. Wenn das beides nicht ausreicht oder möglich ist, versucht man, sich den Hund oder die Person vom Leibe zu halten: Es folgen Bellen, Knurren, Drohen, Zähnezeigen, Schnappen, Zwicken, Beissen

 

d) Meistens funktionieren die Schritte 1 und 2 nicht, was im Laufe der Zeit dazu führt, daß Hunde immer mehr Verteidigungs-und Angriffsstrategien ausprobieren und bei Erfolg entsprechend perfektionieren.

 

 

Mittlerweile gibt es auf dem Markt viele verschidene Geschirre.

Wichtig ist:

1. Das Band sollte dem Gewicht des Hundes angepasst sein

2. Zwischen Gurt und Achselhöhle bei einem Welpen 3 Finger und bei einem  Erwachsenen Hund eine Handbreit Abstand ist.

3. Ein Hund, der noch stark an der Leine zieht sollte immer ein Geschirr mit Bruststeeg (Trixie, Together, K9 mit y-Gurt) tragen, da der Vordergurt sonst nach oben rutsch und wir wieder die selbe Wirkung wie bei einem Halsband haben.

 

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